Leitlinien4Future

Im November ’24 erschienen bei vadaboéBooks @ BoD, Paperback, 13,5×21,5 cm, 184 Seiten, 18 EUR, ISBN 978-3-7693-0831-0 – erhältlich überall dort, wo es Bücher gibt. – s. a. https://handbuchzukunft.de/

Sätze, Gedanken, Inspirationen, Aphorismen für eine zukunftsfähige Welt, zusammengetragen von Marc Pendzich. (Stand 28.10.2024).
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Best things in life are free.

vergessene Weisheit


Ich brauch’ das alles nicht.

Marc Pendzich


Weniger ist mehr. Ich brauch’ das alles nicht.

Marc Pendzich


Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist.
You cannot imagine big shifts until they happen.

Nelson Mandela (1918-2013)


You’re never too small to make a difference.

Greta Thunburg, schwedische Klimaaktivistin (15), bei der UN-Klima­konferenz COP24 in Kattowitz, Dezember 2018.


Feminismus ist die radikale Vorstellung, dass Frauen Menschen sind.
Feminism is the radical notion that women are people.

Marie Shear (1940-2017), Feministin und Schriftstellerin, 1986, zit. nach Rebecca Solnit (2019): Wenn Männer mir die Welt erklären. Hoffmann und Campe, S. 211.


Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.

Rosa Luxemburg (1870-1919) zugeschrieben.


Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.

Mahatma Gandhi (1869-1948)


The climate crisis is a man-made problem and must have a feminist solution.

Mary Robinson (*1944), ehemalige UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und erste Staatspräsidentin Irlands, 2018.1


Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden. Oder negativ ausgedrückt: Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlung nicht zerstörerisch sind für die künftige Möglichkeit solchen Lebens.

Hans Jonas (1903-1993), deutsch-amerikanischer Philosoph, in „Ökologischer Imperativ“, in: Das Prinzip Verantwortung, 1979, S. 36.


Wenn du deiner Zeit nicht voraus bist, kommt sie nie.

Berit Ås (1928-1924), norwegische Politikerin und Sozialpsychologin, zit. in Breen, Marta (2020): How To Be A Feminist. Die Power skandinavischer Frauen und was wir von ihnen lernen können. Elisabeth Sandmann Verlag, S. 67.


Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.

Mahatma Gandhi (1869-1948) zugeschrieben. Konkret sagte er:

„We but mirror the world. All the tendencies present in the outer world are to be found in the world of our body. If we could change ourselves, the tendencies in the world would also change. As a man changes his own nature, so does the attitude of the world change towards him. This is the divine mystery supreme. A wonderful thing it is and the source of our happiness. We need not wait to see what others do.“2


Katharina Afflerbach (*1977), Autorin und Coach, fasst vorgenannten Gedanken in ihrem 2019 erschienen Buch Bergsommer. Wie mir das Leben auf der Alp Kraft und Klarheit schenkte. Eine wahre Geschichte. (Eden, S. 195) kürzer:

Be the story you want to tell.


Das Individuum bestimmt die Gruppe. Änderst du nichts, ändert sich nichts.

Janine Kusatz, Autorin, 2019, im Zusammenhang mit ihrer Forderung, dass Verhütung künftig auch Männersache sein soll.3


Du schützt nur das, was du liebst,
du liebst nur das, was du kennst.
Du kennst nur das, was man dich lehrt.

Gudmunður Páll Ólafsson (1941-2012), Autor und Naturfotograf, zit. in Magnason, Andri Snær (2020): Wasser und Zeit. Eine Geschichte unserer Zukunft. Insel, S. 5.


Um unsere Wurzeln zu finden, sollten wir vielleicht dort
suchen, wo Wurzeln gewöhnlich zu finden sind.

Ursula K. Le Guin (1929-2018), US-amerikanische Autorin, in: Am Anfang war der Beutel. Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schaffen. thinkoya, 2020, S. 36.


Ich will sehen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe.

Eine Konfirmandin im Jahr 2020 zu der Frage, warum sie bei
Fridays for Future mitmacht.4


Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu
können, solange ist es ihm unmöglich, es zu tun.

Baruch de Spinoza (1632-1677), niederländischer Philosoph.


Das Verhängnis abwenden aber kann nur, wer an die Chance dazu glaubt.

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann, S. 11.


Wer in Fußstapfen Anderer tritt,
hinterlässt selbst keine Spuren.

Anonymus; in den 1990er Jahren so gefunden vom Autor dieses Buches als Edding-Schmiererei in einem Zugabteil; vgl. Ferruccio Busoni (1866-1924): „Wer gegebenen Gesetzen folgt, hört auf, ein Schaffender zu sein.“5


Die wahre Vollkommenheit des Menschen liegt nicht in dem, was er hat, sondern in dem, was er ist.

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann, S. 105.


Sein statt Haben.

Marc Pendzich, vgl. Oscar Wilde (1854-1900): „Sodass der Mensch dachte, die Hauptsache sei zu haben, und nicht wusste, dass es die Hauptsache ist, zu sein“ sowie Erich Fromm (1900-1980): Haben oder Sein. Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft. 1976.


Das Leben ist nur ein Moment
Und wer den Anfang und das Ende kennt
Der weiß, es geht nur darum
Sind wir glücklich?

2raumwohnung, aus dem Song „Besser geht’s nicht“ vom Album 36grad, 2007.


Denn nichts braucht der Mensch so sehr wie andere Menschen.

Ulrich Schnabel (*1962), Physiker, Journalist und Autor, 2023.7


Wenn Du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.

Laotse, chinesischer Weiser, 6. Jh. v. u. Z.


Ich bin nicht, was ich denke zu sein, und nicht, was du denkst, ich sei. Ich bin, was ich denke, du denkst, ich sei.

Charles Horton Cooley (1864-1929), US-amerikanischer Soziologe.8


Lebe Deinen Traum – und träume nicht Dein Leben.

Gefunden an einem Wohnmobil bei der Moorweide in Hamburg, Januar 2024, vgl. Tommaso Campanella (1568-1639), italienischer Philosoph, Dominikaner und Dichter, der diesen Satz prägte, jedoch die beiden Teilsätze in anderer Reihenfolge aufschrieb.


Life isn’t about waiting for the storm to pass… It’s about learning to dance in the rain.

Vivian Greene (1918-1994), US-amerikanische Autorin, zugeschrieben.


Sei frech, wild und wunderbar.

Jochen Mariss (*1955), Autor, Fotograf und Designer, zugeschrieben – Es ist tatsächlich kein Astrid-Lindgren- oder Pippi-Langstrumpf-Zitat.9


Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du
erkennst, dass du nur eins hast.

Mário Raúl de Morais Andrade (1893-1945), Schriftsteller, Musik­wissenschaftler.10


Meine Lebendigkeit schöpft sich aus dem Wissen um die Endlichkeit des Lebens.

Hermann J. Bayer, Sozialpädagoge und Trauerredner, 2019.9


Memento mori: Bedenke, dass du sterben wirst.

Mittelalterliches Mönchslatein: eine Einsicht – verstanden als heilsamer Schock.


Wer bin ich, wenn ich nicht arbeite?

Theresa Leisgang, Autorin und Journalistin, in: Leisgang, Theresa u. Thelen, Raphael (2021): Zwei am Puls der Erde. Eine Reise zu den Schauplätzen der Klimakrise – und warum es trotz allem Hoffnung gibt. Goldmann, S. 125.


Life is short, break the rules.
Forgive quickly, kiss slowly.
Love truly. Laugh uncontrollably.
And never regret anything
That made you smile.

Mark Twain (1835-1910) zugeschrieben.


Wir sind doch nicht hier, um uns am Leben zu bereichern, sondern wir sind hier, das Leben mit uns zu bereichern!

Ariadne von Schirach (*1978), Autorin und Philosophin, im Vorwort zu Viktor Frankl (1905-1997), … trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Neuausgabe 2024).


Ein Mensch, der glücklich ist und liebt, sehnt sich nicht nach Besitz. Er lässt sich nicht durch Macht, Status oder Autorität verführen. Nur die Unglücklichen, die Leidenden, streben nach Macht und Erfolg, um ihrer eigenen Unzulänglichkeit zu entfliehen.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986), indischer Philosoph.12


Macht zu haben, ohne sie zu missbrauchen, ist wohl das Schwerste, was es im Leben gibt.

Frei nach Astrid Lindgren (1907-2002).13


Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?

Bertolt Brecht (1898-1956), aus dem Gedicht von 1935 namens Fragen eines lesenden Arbeiters.14 – Feministischer ausgedrückt:


„Wer hat dem Nationalökonomen Adam Smith sein Essen gekocht?“

Georg Diez (*1969), Kolumnist, im Spiegel-Artikel „Ökonomie und Feminismus: Die Mutter aller Märkte.“15


Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Jean Baptiste Molière (1622-1673), französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker16 oder, in etwa gleichem Sinn: „Man kann nicht Nichthandeln.“17


Der Dalai Lama wurde einmal gefragt, was ihn immer wieder am meisten überrasche. Seine Antwort lautete:

Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.

Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wieder zu erlangen.

Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt.

Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.

Tenzin Gyatso, der 14. Dalai Lama (*1935).18


Ich bin nur hier und jetzt.

Katharina Afflerbach (*1977), Autorin und Coach, 2019, in: Bergsommer. Wie mir das Leben auf der Alp Kraft und Klarheit schenkte. Eine wahre Geschichte. Eden, S. 165.


Most people are on the world, not in it.

John Muir (1838-1914), schottisch-US-amerikanischer Naturphilosoph. Mit diesem Satz fasst ‚Lou‘ ihre Lebensphilosophie zusammen, als sie sich an Ben Stone in dem Film Doc Hollywood (1991) wendet. – Quelle: John of the Mountains: The Unpublished Journals of John Muir (erschienen 1938), S. 320.19


Wir Menschen verbrennen jährlich die fossil gespeicherte Sonnenenergie von einer Million Jahre.

Stefan Rahmstorf (*1960) und Joachim Schellnhuber (*1950), Klimaforscher, 2018.20


Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.

Hannah Arendt (1906-1975), politische Theoretikerin und Publizistin, 1950.21


Wenn das Recht auf eine eigene Meinung mit einem vermeintlichen Recht auf eigene Fakten verwechselt wird, verliert jede Tatsache, jede wissenschaftliche Erkenntnis ihre Bedeutung. Wenn nicht mehr über die Bedeutung von Fakten diskutiert wird, sondern über die Existenz von Fakten selbst, ist kein demokratischer Diskurs mehr möglich.

Maren Urner (*1984), Neurowissenschaftlerin und Autorin, in: Raus aus der ewigen Dauerkrise. Mit dem Denken von morgen die Probleme von heute lösen, 2021, S. 146.


Wissen unterscheidet einen schweren Fehler von einem unverzeihlichen Verbrechen.

Jonathan Safran Foer (*1977), US-amerikanischer Schriftsteller, in: Wir sind das Klima. Wie wir unseren Planeten schon beim Frühstück retten können. 2019, Kiwi, S. 85, Hervorhebung Pendzich.


‚Nach dir die Sintflut‘ bedeutet ‚vor uns die Sintflut‘.

Marc Pendzich

PS: Neben uns ist jetzt schon Sintflut.22


Wer verstanden hat und nicht handelt, hat nicht verstanden.

Wang Yangming (1472-1529), Philosoph neokonfuzianistischer Tradition, zugeschrieben.


Die Zukunft sollte man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.

Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller und Pilot, in: Die Stadt in der Wüste (frz. La citadelle), 1948.


Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.

Konfuzius (ca. von 551 bis 479 v. u. Z.) zugeschrieben.


Entweder wir erkennen, dass es zerstörerisch wäre, weiterzumachen wie bisher […] oder wir akzeptieren, dass wir uns selbst ausrotten.

Patricia Espinosa Cantellano (*1958), Leiterin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der UN anlässlich der 2021er UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow.23


The true meaning of life is to plant trees, under whose shade you do not expect to sit.

Nelson Henderson (vermutlich 1894-1976), kanadischer Farmer, zugeschrieben.24


Auf einem Dampfer, der in die falsche Richtung fährt, kann man nicht sehr weit in die richtige Richtung gehen.

Michael Ende (1925-1995), 1994, in: Zettelkasten. Skizzen und Notizen. Weitbrecht. S. 276.


Bequemlichkeit ist eine Falle
und wer drinsteckt, ist zu träge, um das zu erkennen.

Marc Pendzich


Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.

Franklin D. Roosevelt (1882-1945)


Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Bertolt Brecht zugeschrieben, wohl aber in den 1970er Jahren in der Anti-Atomkraftbewegung entstanden.25


[E]s gibt Dinge, die man tun muss, sonst ist man kein Mensch, sondern nur ein Häuflein Dreck.

Astrid Lindgren (1907-2002), 1973, via Jonathan Löwenherz in Die Brüder Löwenherz, S. 158.


Multiplikator:innen tragen besondere Verantwortung. Also beispielsweise Politiker:innen, Journalist:innen, Künstler:innen, Influencer:innen – alle Menschen, deren Worte und Handlungen öffentlich beachtet und die als ‚Role Model‘ beobachtet werden.

Marc Pendzich


Gewalt hat keine Rasse, keine Klasse, keine Religion oder Nationalität, aber sie hat ein Geschlecht.

Rebecca Solnit (*1961), US-amerikanische Schriftstellerin, Journalistin, Essayistin und Kulturhistorikerin, zitiert in 2018er Artikel von Maren Urner: „Was wir gewinnen, wenn mittelmäßige Männer den Mund halten.“26 oder, pointierter ausgedrückt:


Gewalt ist kein Gesellschaftsproblem, Gewalt ist ein Männerproblem.

Elisa von Hof (*1991), Journalistin, 2024.27


Für Frauen zwischen fünfzehn und vierundvierzig Jahren ist die Gefahr, durch männliche Gewalt zu sterben oder verstümmelt zu werden, weltweit größer als durch Krebs, Malaria, Krieg oder Verkehrsunfälle zusammengenommen.

Nicholas D. Kristof (*1959), US-amerikanischer Journalist, Autor und Kolumnist.28


Wir wollen diesen simplen Dualismus auflösen: Die künstliche Unterscheidung zwischen Natur und Kultur, zwischen Frau und Mann, zwischen Menschen und der Erde.

Émilie Hache, französische Philosophin, über die Arbeit französischer Ökofeminist:innen, 2020.29


[D]emokratische Politik [ist] mehr ist als die Summe aller Einzelinteressen. Was jeden von uns als Individuum über-fordern würde, das muss und kann Politik erreichen.

Horst Köhler (*1943), Alt-Bundespräsident, 2016, Rede zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Berlin.30


Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um.

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann.


Auf einem Dampfer, der in die falsche Richtung fährt, kann man nicht sehr weit in die richtige Richtung gehen.

Michael Ende (1925-1995), 1994, in: Zettelkasten. Skizzen und Notizen. Weitbrecht, S. 276.


Wir leben in einer Gesellschaft, in der Wissen gelehrt und Unwissen praktiziert wird, ja, in der Tag für Tag gelernt wird, wie man systematisch ignorieren kann, was man weiß.

Harald Welzer (*1958), Soziologe, Sozialpsychologe und Publizist, in: Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen. S. Fischer, 2019, S. 24.


Tun, was man sagt, und sagen, was man tut.

Pierre Rabhi (1938-2021), französischer Schriftsteller, Landwirt und Umweltschützer, in: Glückliche Genügsamkeit, frz. 2010, dt. 2015, S. 3.


Man sieht nur, was man weiß. Eigentlich: Man erblickt nur, was man schon weiß und versteht.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832); im Gespräch mit Friedrich von Müller, 24. April 1819.31


Wir sind nur so blind, wie wir sein wollen.

Maya Angelou (1928-2014), US-Bürgerrechtsaktivistin und Schriftstellerin.32


Wir alle müssen lernen, unser Leben selbst zu erfinden, zu erdenken, zu imaginieren. Diese Fähigkeiten müssen wir beigebracht bekommen; wir brauchen Vorbilder, die uns zeigen, wie. Andernfalls wird unser Leben von anderen Menschen für uns erfunden werden.

Ursula K. Le Guin (1929-2018), US-amerikanische Autorin, in: Am Anfang war der Beutel. Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schaffen. thinkoya, 2020, S. 25.


Wer die Vergangenheit wählt, verspielt die Zukunft.

Marc Pendzich


Hass ist keine Meinung.

Eva Döhla (*1972), Oberbürgermeisterin der Stadt Hof, zit. in dem 2020 erschienenen Artikel der Süddeutschen Zeitung: „Stadt Hof sagt Konzert von Xavier Naidoo ab.“33


Democracy is happening all the time – not just on Election Day but every second and every hour.

Greta Thunberg (16), auf der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid, 11.12.2019.34


Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 20a.


Subjektivrechtlich schützen die Grundrechte als intertemporale Freiheitssicherung [ – siehe Art. 2 „Die Freiheit der Person ist unverletzlich“ – ] vor einer einseitigen Verlagerung der durch Art. 20a GG aufgegebenen Treibhausgasminderungslast in die Zukunft.

Art. 20a GG ist eine justiziable Rechtsnorm, die den politischen Prozess zugunsten ökologischer Belange auch mit Blick auf die künftigen Generationen binden soll.

Aus den Leitsätzen 2e und 4 des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 24. März 2021, Hervorhebung Pendzich.35


Es ist schwierig jemand dazu zu bringen, etwas zu verstehen wenn sein Gehalt davon abhängig ist, es eben nicht zu verstehen!
It is difficult to get a man to understand something, when his salary depends upon his not understanding it!

Upton Sinclair (1878-1968), US-amerikanischer Schriftsteller – vgl. Redewendung „Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing.“36


Alle große politische Aktion besteht in dem Aussprechen dessen, was ist, und beginnt damit. Alle politische Kleingeisterei besteht in dem Verschweigen und Bemänteln dessen, was ist.

Ferdinand Lassalle (1825-1864), Schriftsteller, Politiker und einer der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung.37


The biggest danger is not in action. The real danger is when Politicians and CEOs are making it look like real action is happening, when in fact almost nothing is been done apart from clever accounting and creative PR.

Greta Thunberg (16), auf der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid, 11.12.2019.38


All that evil needs to triumph is the silence of good men.

Edmund Burke (1729-1797), irischer Staatsmann und Philosoph, zugeschrieben.


Man muss Partei ergreifen. Neutralität hilft dem Unterdrücker, niemals dem Opfer. Stillschweigen bestärkt den Peiniger, niemals den Gepeinigten.

Elieser ‚Elie‘ Wiesel (1928-2016), Schriftsteller und Friedensnobelpreisträger.39


Mut ist ein Anagramm für Glück.

Frei nach Julia Engelmann (*1992), Poetry Slammerin, Autorin, Musikerin, in ihrem Gedicht „One Day“, 2014,40 in diesem Sinne auch:


More important than what we are searching is what we are avoiding.

The ‚Old Monk‘ im Film Hector And The Search For Happiness, 2014.


Nur das, was ich an mir annehme, kann verwandelt werden. Was ich an mir ablehne, das bleibt an mir hängen.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, in: Vom Glück der kleinen Dinge, 2019, S. 56, dazu passend auch:


Wir werden befreit von dem, was wir annehmen, aber wir sind Gefangene dessen, was wir ablehnen.

Swami Prajnanpad (1891-1974), indischer spiritueller Meister, zugeschrieben.


Im weltweiten Maßstab gehört jede:r Bürger:in Deutschlands zu den ‚oberen Zehntausend‘.

Check your privilege.

Marc Pendzich41


Bisher verschanzten Menschen sich hinter der Formel, ihre Handlungen durch die Milliardenzahl der Mensch zu teilen und daraus abzuleiten, dass man doch selbst nur einen minimalen Teil Verantwortung trägt.

Die Zukunftsformel dagegen lautet, seine eigene Lebensweise mal acht, neun, zehn Milliarden zu nehmen und zu sehen, was die Folgen wären.

Christian Schwägerl (*1968), Journalist und Autor.42


[Für] Menschen, die sehr privilegiert sind, fühlt sich Gerechtigkeit an als würde einem etwas weggenommen werden.

Gerhard Reese (*1981), Umweltpsychologe, 2020 im Smarter leben – Der Ideen-Podcast von Lenne Kaffka in der Folge „Warum wir den Klimawandel verstehen, aber trotzdem nicht nachhaltig leben.“43


Gewohnheitsrechte sind keine Rechte, sondern lediglich schleichend ausgedehnte und schließlich beanspruchte, meist grenzüberschreitende und in diesem Sinne schlechte Angewohnheiten.

Marc Pendzich


Es geht nicht um Verzicht. Es geht um ein besseres Leben.

Mirko Heinemann (*1966), Journalist, in Podcast „Die Grenzen der persönlichen Freiheit“, 2021.44


Wenn das Wenige dem Wesentlichen entspricht
Ist das Glück.

John von Düffel (*1966), Dramaturg und Schriftsteller, in: Das Wenige und das Wesentliche: Ein Stundenbuch, 2022.45


Ich setzte den Fuß in die Luft, und sie trug.

Hilde Domin (1909-2006), Schriftstellerin und Lyrikerin, die sich trotz zahlreicher Emigrationserfahrungen stets ihre Zuversicht erhielt, – siehe Domin, Hilde (2018): Sämtliche Gedichte. Fischer, S. 49..


Zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen liegt in der Natur des Menschen.
Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht!

Richard David Precht (*1964), 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann. S. 99.


Carpe Diem! – Korrekt verstanden als Aufforderung, das Leben zu leben und auszukosten, ohne Entfremdung auf der Überholspur des HöherSchnellerWeiter.

Nach Horaz (*65 v. u. Z.), römischer Dichter, vgl. Film Der Club der toten Dichter von Peter Weir, 1989: „‚Carpe Diem‘ […]‚Warum hat der Dichter diese Verse geschrieben?‘ – ‚Weil er es eilig hatte! rief ein Schüler. […] ‚Nein, nein, nein! Sondern weil wir Nahrung für die Würmer sind, Jungs!‘ schrie [der Lehrer John] Keating. Weil wir Frühjahr, Sommer und Herbst nur in begrenzter Anzahl erleben werden. Es ist kaum zu glauben, aber eines Tages wird jeder einzelne von uns aufhören zu atmen, wird erkalten und sterben.‘ […] ‚Haben die meisten von ihnen[, die hier auf den alten Schwarzweißfotos zu sehen sind,] nicht gewartet, bis es zu spät war, um in ihrem Leben nur ein Quäntchen von dem zu verwirklichen, wessen sie fähig waren? Sie jagten dem allmächtigen Götzen Erfolg nach – haben sie dadurch nicht die Träume ihrer Jugend verraten?‘ […] ‚Carpe diem‘, flüsterte Keating. ‚[…] Macht etwas Ungewöhnliches aus eurem Leben!‘“46


Je stiller wir sind, umso mehr hören wir.
Je langsamer wir leben, umso mehr Zeit haben wir.
Je mehr Liebe wir verschenken, umso reicher ist unser Herz.

Jochen Mariss, Autor, Fotograf und Designer, vgl. grafik-werkstatt-bielefeld.de


Was der Sinn des Lebens nicht ist, das weiß ich. Geld und anderes Zeug zusammenzukratzen, ein Promileben zu führen, auf den entsprechenden Seiten der Frauenzeitschriften zu posieren und solche eine Angst vor Einsamkeit und Stille zu haben, dass man nie in Ruhe und Frieden über die Frage nachdenken kann: Was mache ich mit meiner kurzen Zeit auf Erden?

Astrid Lindgren (1907-2002), 1983, zit. nach Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgren – ihr Leben, S. 5.


Sei demütig und tu‘ die Dinge mit Liebe – und erwarte keine Dankbarkeit.

Marc Pendzich


Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Frei nach ‚Sponti‘-Spruch, 1970er Jahre, basierend auf Bertolt Brechts Versen: „Wer den Kampf nicht geteilt hat / Der wird teilen die Nieder­lage“ in der „Kolomann Wallisch Kantate“.47


Hat man sein Warum des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem Wie.

Friedrich Nietzsche (1844-1900), in Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, S. 12. – Dieser Satz war auch der Leitsatz des Psychologen Viktor Frankl (1905-1997), der in seinem Buch … Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager seine Erfahrungen niederschreibt und psychologischen Folgerungen aus dem Erlebten darlegt.


Was ich nicht in der Hand habe, lasse ich los.

Marc Pendzich – Die Autorin Katja Diepenbruck formuliert es wie folgt: „Wer loslässt, hat zwei Hände frei.“48


Man muss sich viel anhören, bevor einem die Ohren abfallen.

Astrid Lindgren (1907-2002), 1948, Ausgabe 2008, via Pippi Langstumpf im Gespräch mit einem „prächtige[n] Herr[n] mit blanken Schuhen und einem dicken, goldenen Ring am Finger“ (8), der gerne ihre Villa Kunterbunt zum Spottpreis kaufen und niederreißen möchte, in Pippi in Taka-Tuka-Land, S. 15.


Lassen Sie sich niemals von dem beeinflussen, was Sie glauben möchten, oder von etwas, von dem Sie annehmen, dass es nützliche soziale Auswirkungen hätte, wenn es geglaubt würde. Betrachten Sie lediglich die Fakten.

Bertrand Russel (1872-1970), britischer Philosoph, Mathematiker, Religionskritiker und Logiker, 1959.49


Ich fand es schon immer verdächtig,
dass die Sonne jeden Morgen im Osten aufgeht.

Fakenius (um 50 v. u. Z.), römischer Legionär, in Asterix und der Greif, 2021, S. 23.


Bleib erschütterbar und widersteh.

Peter Rühmkorf (1929-2008), Lyriker, Essayist und Pamphletist – Titel eines Gedichts.


Man kann einen Hund nicht zum Jagen tragen.

Cheryl Strayed (*1968), US-amerikanische Autorin, in ihrem Buch Der große Trip, Goldmann, 2014, S. 220.


Zuerst ignorieren sie dich,
dann lachen sie über dich,
Dann bekämpfen sie dich
und dann gewinnst du.

Mahatma Gandhi (1869-1948) zugeschrieben.


Wenn wir unser angestrengtes Wollen einmal loslassen,
geht uns das Geheimnis der Welt und des Daseins auf.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 24.


Wer viel hat, hat auch viel Gepäck.

Sprichwort aus der Mongolei, zit. in der Doku WeitDie Geschichte von einem Weg um die Welt, 2017, ca. Min. 72, von Gwendolin Weisser und Patrick Allgeier. …

… Dieses Thema haben Silbermond 2015 aufgriffen mit den Zeilen „[E]ines Tages fällt dir auf / Dass du 99 Prozent davon nicht brauchst / Du nimmst all den Ballast / Und schmeißt ihn weg / Denn es reist sich besser / Mit leichtem Gepäck“, dazu passend auch:


Wer Ziegen hat, hat Ziegenprobleme.

Frei nach Chögyal Namkhai Norbu (1938-2018), tibetischer Dzogchen-Meister, Autor und Historiker in der Film-Doku My Reincarnation, 2011, Min. 73f. – Gut ins eigene Leben zu übersetzen bspw. als „Wer ein Auto hat, hat Autoprobleme wie u. a. Anschaffungs-, Versicherungs- und Wartungskosten – das alles kostet Zeit, Nerven, Energie, Arbeitskraft und Geld.“ – ist übertragbar auf sämtliche Konsum- und Lebensbereiche.


Der erste Schritt zum Loslassen ist ein großer Papierkorb.

Irmtraud Tarr (*1950), Autorin und Psychotherapeutin, 2021.50


Monotasking.

Marc Pendzich


Zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen liegt in der Natur des Menschen.
Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht!

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann, S. 99.


Je stiller wir sind, umso mehr hören wir.
Je langsamer wir leben, umso mehr Zeit haben wir.
Je mehr Liebe wir verschenken, umso reicher ist unser Herz.

Jochen Mariss (*1955), Autor, Fotograf und Designer.51


Was der Sinn des Lebens nicht ist, das weiß ich. Geld und anderes Zeug zusammenzukratzen, ein Promileben zu führen, auf den entsprechenden Seiten der Frauenzeitschriften zu posieren und solch eine Angst vor Einsamkeit und Stille zu haben, dass man nie in Ruhe und Frieden über die Frage nachdenken kann: Was mache ich mit meiner kurzen Zeit
auf Erden?

Astrid Lindgren (1907-2002), 1983, zit. nach Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgrenihr Leben, S. 5.


Wenn heute in Deutschland pro Jahr 400 Milliarden Euro schlichtweg vererbt werden, ist der Begriff ‚Leistungsgesellschaft‘ kaum mehr als ein Euphemismus.

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann, S. 115.


Das Bruttoinlandsprodukt misst alles, außer dem, was das Leben lebenswert macht.
The BIP measures everything in short, except that which makes life worthwhile.

Robert F. Kennedy (1925-1968), US-amerikanischer Politiker, 1968. Es gibt längst eine Reihe von modernen Messmethoden, die das Wohlergehen der Bürger:innen abbilden, darunter bspw. das Wellbeing Budget.52


Alles was zählt, das kann man nicht zählen.

Namika (*1991), Song „Alles was zählt“, 2018.


Was du nicht verhindern kannst, musst du umarmen.

Micky Beisenherz (*1977), Moderator, TV-Autor und Podcaster, 2023, in: „Und jetzt, Deutschland?“53


Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist optional.

Weltschmerz beruht auf der annehmenden Akzeptanz, persönlich nicht die Welt retten zu können, jedoch den Mund aufmachen und selbstwirksam sein zu können.

Weltleiden beruht auf dem starren Willen, unmittelbar etwas an dem zu ändern, was den Schmerz verursacht, d. h. die Welt retten zu wollen.

Frei nach Buddha, d. h. Siddhartha Gautama (563-483 v. u. Z.), s. a. Kristin Neff (*1966), US-amerikanische Psychologin: „Leiden = Schmerz x innerer Widerstand“54


Die größte Befreiung wartet dort auf Dich, wo die Angst wohnt.

Marc Pendzich


TAALOA – There are always lots of alternatives!

In Anlehnung an die angeblich Alternativlose Politik der Regierung Merkel und an TINA – „There ist no Alternative“. Schein-Argument von Margret Thatcher, um den Neoliberalismus durchzudrücken: Operation gelungen, Patient aktuell dem Koma nahe.


Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg (1942-1799), Physiker, Naturforscher, Mathematiker und Schriftsteller in „Sudelbücher“ Heft K (293).


Ich will euch nur sagen, dass es gefährlich ist, zu lange zu schweigen. Die Zunge verwelkt, wenn man sie nicht gebraucht.

Astrid Lindgren (1907-2002) via Pippi Langstrumpf in Pippi geht an Bord, 1946, Ausgabe 2007, S. 129.


Das große Übel ist, dass wir uns jetzt anonym und ohne Hemmungen beleidigen können. Man braucht überhaupt keinen Mut zu haben – ein Paradies für Feiglinge.

Anita Lasker-Wallfisch (*1925), Überlebende des KZ Bergen Belsen, 2020, über das Internet bzw. Social Media und Hass-Kommentare.


 Wer gegebenen Gesetzen folgt, hört auf ein Schaffender zu sein.

bezogen auf Kreativität – Ferruccio Busoni in: Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst, 1907 u. 1916.


Je weiter wir das Maul aufreißen, desto fundierter müssen wir sein.

Grundsatz von Birgit Müller, Chefredakteurin des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt, 2018.55


Jeder, der glaubt, exponentielles Wachstum kann andauernd weitergehen in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.
Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an economist.

Kenneth E. Boulding (1910-1993), US-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler.56


Zufußgehen bringt kein „Wachstum“.

Marc Pendzich

PS: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wächst immer dann, wenn eine Rechnung geschrieben wird. Ob nun eine Dienstleistung zur Beseitigung eines Ölteppichs oder zur Trauma-Therapie aufgrund von Klimaangst: Das BIP steigt. Je größer die Rechnung, desto ‚besser‘. Deshalb investiert man am liebsten in große, kapitalintensive Projekte – und nicht in kleine, Mitwelt-schonende Projekte. Nicht in die Fahrradmanufaktur – eine Autofabrik muss es sein. Nicht in frische, einfache Lebensmittel – Fertignahrungsmittel sind deutlich kapitalintensiver. Nicht in den Windpark, sondern ins Atomkraftwerk etc. pp. Und was diese Autofabriken, Fertignahrungsmittel und Atomkraftwerke zerstören bringt: neue Rechnungen. Welcome to Capitalism.


Alle Wahrheit resultiert aus der Beobachtung der Natur.
All the truth comes from the observation of nature.

Sprichwort der von der Erderhitzung besonders frühzeitig betroffenen Nomad:innen im Himalaya, Region Ladakh.57


Die Probleme, die es in der Welt gibt, können nicht mit den gleichen Denkweisen gelöst werden, die sie erzeugt haben.

Albert Einstein (1879-1955) zugeschrieben.


Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

Daniel Goeudevert (*1942), VW-Vorstandsvorsitzender 1991-1993.58


Wenn wir die Schöpfung (Natur) zerstören, wird die Schöpfung (Natur) uns zerstören.

Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 21. Mai 2014 – Verfasser der Umweltenzyklika Laudato si! (2015), in der er deutlichst zum Kampf für den Erhalt der existenziellen Lebensgrundlagen und zu Klimagerechtigkeit aufruft.


Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand.

Charles Darwin (1809-1882) zugeschrieben.


Wir sind nur Gast der Natur und müssen uns dementsprechend verhalten. Der Mensch ist der gefährlichste Schädling, der je die Erde verwüstet hat.
Der Mensch muß sich selbst in seine ökologischen Schranken zurückweisen, damit die Erde sich regenerieren kann.

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), österreichischer Künstler, tätig vorrangig in den Bereichen Malerei, Architektur und Umweltschutz, 1998.59


Ein Blick auf die Weltkarte zeigt: Alte Männer, die nicht weichen wollen, sind ein globales politisches Problem.

Sabine Rückert (*1961), Journalistin und Autorin, in ihrem Zeit-Artikel „Bis einer den Globus anzündet“, 2024.60


Ich habe neulich in der New York Times gelesen, die haben eine Studie rausgebracht es gibt in deutschen DAX-Vorständen mehr Männer die Thomas heißen als Frauen.

Hagen Rether (*1969), Kabarettist, 2018.61


Bisher galt: Macht euch die Erde untertan. Künftig soll gelten: Macht euch der Erde untertan!

Franz Alt (*1938), Journalist und Autor, 2023.62


Die Menschen hatten immer zu wählen zwischen ihrer Unterwerfung unter die Natur oder der Natur unter das Selbst.

Max Horkheimer (1895-1973), Sozialphilosoph und Theodor W. Adorno (1903-1969), Philosoph, Soziologe und Komponist, 1944, in: Dialektik der Aufklärung, S. 32 u. 38.


Man kann nichts mitnehmen.

Aufforderung zum (gemäßigten) Minimalismus, frei nach H. M.;
früher hätte man wohl gesagt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“.


Du weißt nicht mehr, wie Blumen duften,
Kennst nur die Arbeit und das Schuften –
… so geh’n sie hin, die schönsten Jahre,
Am Ende liegst Du auf der Bahre
Und hinter dir, da grinst der Tod:
Kaputtgerackert – Vollidiot!

Joachim Ringelnatz (1883-1934), Schriftsteller, Kabarettist und Maler, zitiert nach: Anselm Grün, Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 52.


Wer sich […] der Natur überlegen fühlt, wird blind gegenüber der Weisheit der Beschränkung.

Philip Bethge (*1967), Wissenschafts- und Umweltjournalist, promovierter Biologe und Musiker, im Zusammenhang mit dem sechsten Massenaussterben im Artikel: „Naturzerstörung: Darum ist das Artensterben bedrohlicher als der Klimawandel“, 2019.63


Kapitalismus ist letztlich schlicht ein anderes Wort für
Effizienzsteigerung durch Ausbeutung und weltweiter Vernichtung von Mitwelt und Zukunft sowie menschlicher Arbeitskraft.

Marc Pendzich


Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

Vermeintliche, d. h. nicht belegte Weissagung der Cree – who cares? Der Wahrheitsgehalt eines Gedankens nimmt nicht ab, nur weil die Cree ihn wahrscheinlich nicht verfasst haben.

Only after the last tree has been cut down
Only after the last river has been poisoned
Only after the last fish has been caught
Then will you find that money cannot be eaten.


Die härteste Währung der Welt ist nicht der Dollar, der Euro oder der Franke. Die härteste Währung ist Zeit.

Marc Pendzich


Zeit ist die Musik, die uns von dem Planeten geschenkt wird.

– unbekannt –


Draußen, im Freien, kann einem nicht die Decke auf den Kopf fallen.

Frei nach Bernd Stelter (*1961), Comedian.


Unser Planet ist eine wunderbare Oase inmitten unbelebter Sterne, in der das Leben herrlich ist: ein wahres Wunder eben.

Pierre Rabhi (1938-2021), französischer Schriftsteller, Landwirt und Ökologe. Autor von Manifest für Mensch und Erde im Interview in der Doku Tomorrow. Die Welt ist voller Lösungen von Melanie Laurent, Melanie und Cyril Dion (2016).


Ein Held ist einer, der tut, was er kann. Die anderen tun es nicht.

Romain Rolland (1866-1944), französischer Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1915.


Unser ganzes Leben […] wird tatsächlich von der Antwort auf die eine Frage bestimmt, der sich niemand entziehen kann.

Der Frage:

‚Lebe ich mein eigenes Leben oder lebe ich so, wie andere es von mir erwarten?‘

Josef Kirschner (1931-2016), österreichischer Journalist, Fernsehmoderator und Autor, in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 218.


Zu viele Leute geben Geld aus, das sie nicht verdient haben, um sich Sachen zu kaufen, die sich nicht brauchen, um damit Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen.

Will Rogers (1879-1935), US-amerikanischer Entertainer und Walter Slazaks (1902-1980), österreichisch-US-amerikanischer Schauspieler zugeschrieben.


Es gibt kein Grundrecht auf einen eigenen Pkw es gibt nur eines auf gesellschaftliche Teilhabe, u. a. durch Mobilität.

Marc Pendzich


Wenn der Sinn der Wirtschaft ist, die Menschen mit den
Dingen zu versorgen die sie brauchen, dann hat das gesamte globale kapitalistische System auf der ganzen Linie versagt.

Sergio Bambaren (*1960), peruanischer Schriftsteller, in: Lebe deine Träume! Giger. 2016, S. 27.


Alle 23 Sekunden die immergleiche winzige Schraube in
das immergleiche Schraubgewinde zu drehen, 1.800 Schrauben pro Tag, sechs Tage hintereinander, 72 Stunden pro
Woche: Das ist Folter.

Marc Pendzich – über den Alltag in Smartphone-Fabriken.64


Wollen wir wirklich die Wirtschaft zerstören, nur um den Planeten zu retten?

… entnommen einem Bundestagswahlplakat der Partei „Die Partei“, 2021.


Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.

Ingeborg Bachmann (1926-1973), österreichische Schriftstellerin. Titel der Dankesrede für die Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden, 1959.65


Wir leben bereits jetzt in einer Dystopie.

Und wenn wir das für uns akzeptieren, kann es künftig nicht nur schlechter, sondern auch besser werden.

Marc Pendzich, vgl. dazu Noam Chomsky, der in seinem Buch Kampf oder Untergang! (2018) ersteren Satz – vgl. weltweite Ausbeutung von Menschen, Tieren, Natur etc. pp. – als Frage aufwirft.


Die Hütte brennt. Meine Kinder sind noch drin. Ihre auch. Ich geh‘ da jetzt rein. Kommen Sie mit? Oder nicht?

Einfache Erkenntnis, frei nach Greta Thunberg und Papst Franziskus.


Eine Fabel, von einem Großvater erzählt: ‚In jedem Menschen gibt es zwei Wölfe, die ihr Leben lang miteinander kämpfen. Der eine Wolf ist böse, seine Waffen sind Gier und Neid, Hass, Gewalt und Lüge. Der andere Wolf ist der gute, ihn zeichnen Gerechtigkeit aus, Großzügigkeit, Liebe. Die Kinder fragen, welcher Wolf gewinnt? Und der Großvater sagt, der, den du mehr fütterst. So schlicht die Geschichte ist, sie hat einen wahren Kern. Wenn wir den guten Wolf unser Leben lang füttern, bis er dick und wohlgenährt ist, dann wird es ein gutes Leben.‘

Carl Achleitner (*1963), Trauerredner, erwähnt diese bekannte Fabel im 2021er Interview mit Marc Baumann.66


Mein Ziel ist Himmel, Sonne, Sterne, lächeln, träumen, Bäume, Tiere, Früchte, säen, ernten, singen, tanzen, schlafen, bauen, leben ohne Angst. Leben, Lieben.

Rio Reiser (1950-1996), Songpoet, Sänger, Musiker, mit diesen aus dem Jahre 1976 stammenden Worten zitiert in: Möbius, Gert (2017): Halt Dich an deiner Liebe fest: Rio Reiser. atb.


In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Auf­gabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Was immer du tun kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) zugeschrieben.


Nur wenn wir nicht wachsen wollen, wenn wir unser Leben nicht einsetzen wollen, wenn wir uns treiben lassen auf die Linie des geringsten Widerstands – dann kann uns kein Schicksal entgegenkommen, und keine Türen öffnen sich.

Helen Wolff (1906-1994), deutsch-US-amerikanische Verlegerin und Autorin, in einem Brief an ihren Bruder, 1930, zit. im Essay von Marion Detjen zu Wolffs 1932 niedergeschriebenen Roman Hintergrund für Liebe. Weidle, S. 162.


Der allerelendeste Zustand ist: Nichts wollen können.

Ernst Freiherr von Feuchtersleben (1806-1849), österreichischer Arzt und Dichter, in: Zur Diätetik der Seele, 1838.


Pack das Leben bei den Haaren, dann erfüllst Du seinen Sinn.

Wolfgang Borchert (1921-1947), um 1946, vgl. Burgess, G. und H.-G. Winter, 1998: Pack das Leben bei den Haaren. Dölling und Galitz.


[W]enn uns unsere Sterblichkeit bewusst ist, dann ist Luft nach oben für die Entwicklung unserer Persönlichkeit.

Carl Achleitner (*1953), Trauerredner und Schauspieler, im 2021er Interview mit Marc Baumann: „Je wichtiger Geld war, desto weniger Platz hatten die eigentlich wichtigen Dinge.“67


Wer schwimmt, der schwimmt. Wer untergeht, geht unter. Aber man soll während des Schwimmens nicht ans Untergehen denken. Das Leben ist unsicher und großartig. Wenn Sie das einmal ganz begriffen haben, werden Sie sich auch nicht mehr fürchten. Nicht mal bei Nacht. […] Das Leben ist großartig, sobald man damit einverstanden ist. Alles andere ist falsch. Einwilligen, so wie man sich beim Schwimmen dem Wasser vertrauensvoll in die Arme legt, und wer keine Angst hat, geht auch nicht unter. Nur die Angst ist falsch.

Sich böse Gedanken machen ist falsch. Sich dem Leben in die Arme legen ist richtig. So wie man sich früher Gott befohlen hat. Vielleicht ist es überhaupt das Gleiche.

Helen Wolff (1906-1994), deutsch-US-amerikanische Verlegerin und Autorin, in ihrem 1932 niedergeschriebenen Roman Hintergrund für Liebe. Weidle, S. 62 u. 65.


Speak the truth.
Speak it loud and often, calmly but insistently,
and speak it, as the Quakers say, to power.
Material accumulation is not the purpose of human existence.
All growth is not good.
The environment is a necessity, not a luxury.
There is such a thing as enough.

Donella Meadows (1941-2001), Co-Autorin des 1972er Berichtes Die Grenzen des Wachstums für den Club of Rome.68


Demokratie heißt Teilhabe. Wer sich als Bürger:in aus dem demokratischen Prozess herauszieht, überlässt anderen das Feld.

Marc Pendzich. – Dieser Gedanke basiert auf einem 2018er Zitat von Herfried Münkler: „Die Krise der Demokratie […] resultiert immer aus einer doppelten Bedrohung: dem Vorstoß deren, die alle Macht an sich ziehen wollen, und dem Rückzug jener, denen politisches Engagement auf Dauer eine Last ist, derer sie sich entledigen wollen.“69


Sagt ein Baum nicht mehr darüber – ein Baum im Frühling, der gerade anfängt zu blühen –, wie schnell sich etwas verändern kann als die ganzen abgeholzten Wälder, die heute in unseren Bücherregalen stehen? Oder macht ein Blick in eine sternenklare Nacht nicht alle Fernsehsendungen lächerlich, in denen die ‚weißen‘ Männer ihre Macht demonstrieren
wollen?

Rio Reiser (1950-1996), Songpoet, Sänger, Musiker, mit diesen aus dem Jahre 1976 stammenden Worten zitiert in: Möbius, Gert (2017): Halt Dich an deiner Liebe fest: Rio Reiser. atb, S. 241.


In unserer Wachstumsgesellschaft besteht die Herausforderung darin, Erfüllung im Kleinen zu finden.

Thies Matzen (*1956), Weltenbummler – seit 30 Jahren per Boot auf den Meeren der Welt unterwegs, in: „Wenig haben, viel sein“. In: GEO Perspektive 2018, S. 126.


Der Widerstand gegen die Selbstvergessenheit, Abgelenktheit und Infantilisierung des hyperkapitalistischen Konsums und seiner Scheinwelten ist schwer, weil seine Realität so umfassend, seine Kommunikation so effizient ist, dass sie nicht nur den gesamten öffentlichen Raum, sondern auch die private Zeit durchdringt.

Philipp Blom (*1970), Schriftsteller, Historiker und Journalist, 2022.70


Wir überbehüten unsere Kinder in der realen Welt. Im Internet lassen wir sie allein.

Jonathan Haidt (*1963), US-Jugendpsychologe, 2024.71


Konsequenz statt Bequemlichkeit.

Marc Pendzich


Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern‘ weltfremd!

Sarah Lesch (*1983), Singer-/Songwriterin, in ihrem Lied „Testament“, 2015.


Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986), indischer Philosoph, Anfang der 1950er Jahre.72


Uns geht es doch gut ist eine zutiefst unchristliche Einstellung.

Marc Pendzich, vgl. dazu Umweltenzyklika Laudato si! (2015) von Papst Franziskus, in der er deutlichst zum Kampf für den Erhalt der existenziellen Lebensgrundlagen und zu Klimagerechtigkeit aufruft.


Die Menschen sind mitschuldig an allem, das sie gleichgültig lässt.

George Steiner (1929-2020), Philosoph, zitiert nach n. n. (2019): „Erklärung der Rebellion“, in: Wann wenn nicht wir*. Ein extinction rebellion Handbuch. S. Fischer, S. 72.


Im Zuge der Klima- und Aussterbekatastrophe können wir uns die Reichen nicht mehr leisten.

Frei nach Andrew Sayer (*1949), Sozialwissenschaftler, vgl. Buchtitel: Warum wir uns die Reichen nicht leisten können, 2018.


Was wird man sich eines Tages über Angela Merkel erzählen? Wir hatten mal eine promovierte Naturwissenschaftlerin als Kanzlerin, die hat wider besseres Wissen durch 16 Jahre ‚Weiter so‘ massiv dazu beigetragen, den Planeten an die Wand zu fahren?

Marc Pendzich


Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.

Rosa Luxemburg (1871-1919).


Meinungsfreiheit, Demokratie und Rechtssicherheit sind hohe Güter. Wir dürfen sie niemals als selbstverständlich ansehen.

Marc Pendzich


[D]ass ein Mensch, der mit windigen Versicherungsmodellen zuungunsten seiner Kunden Milliardär wird, mehr leistet als eine Altenpflegerin mit niedrigem Lohn, ist eine steile These.

Richard David Precht (*1964), Philosoph, Publizist und Moderator, 2018, in: Jäger, Hirten, Kritiker: Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. Goldmann, S. 114.


Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw.

Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.

Bertolt Brecht (1898-1956), 1942, in Me-ti. Buch der Wendungen. Suhrkamp.


Der Zeitgenosse sieht ein historisches Ereignis nie im Ganzen, immer nur in Stücken; er empfängt den Roman in lauter willkürlich abgeteilten Lieferungen.

Egon Fridell (1878-1938), österreichischer Schriftsteller, schrieb eine Kulturgeschichte der Neuzeit.73


Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Cicero (106-43 v. u. Z.), der wissen ließ, es handele sich um einen
Ausspruch von Sokrates.


Erwartungen sind Gift.

Marc Pendzich


Mein Ziel ist Himmel, Sonne, Sterne, lächeln, träumen, Bäume, Tiere, Früchte, säen, ernten, singen, tanzen, schlafen, bauen, leben ohne Angst. Leben, Lieben.

Rio Reiser (1950-1996), Songpoet, Sänger, Musiker, 1976.74


Aber inmitten unserer orgiastischen Weltvernutzung ist es für uns Herren und Herrinnen der Schöpfung, die beim Autofahren digitale Nachrichten verschicken, ein enormer Kraftakt, das Smartphone zur Seite zu legen und nicht Ausschau nach der nächsten Technodröhnung zu halten. Unsere Mentalität zu verändern, ist eine gewaltige Herausforderung. Um
die Welt verantwortungsvoll zu pflegnutzen, anstatt sie zu vernutzen und unsere Lebenszeit zu vergeuden, müssen wir unser In-der-Welt-Sein von Grund auf neu lernen.

Ursula K. Le Guin (1929-2018), US-amerikanische Autorin, in: Am Anfang war der Beutel. Warum uns Fortschritts-Utopien an den Rand des Abgrunds führten und wie Denken in Rundungen die Grundlage für gutes Leben schaffen. thinkoya, 2020, S. 79-80.


Wenn wir uns von der Arbeit her definieren, dann vergessen wir etwas Wesentliches unseres Menschseins. Dann wird unser Leben arm. Die Muße bereichert unser Leben.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz-Verlag, S. 36.


Ich möchte leben.
Ich möchte lachen und Lasten heben
und möchte kämpfen und lieben und haßen
und möchte den Himmel mit Händen faßen
und möchte frei sein und atmen und schrei’n.
Ich will nicht sterben. Nein:
Nein.
Das Leben ist rot.
Das Leben ist mein.
Mein und dein.
Mein.

Selma Merbaum (1924-1942), rumänische deutschsprachige Dichterin, Ausschnitt aus dem Gedicht „Poem“, entstanden am 7. Juli 1941, d. h. zwei Tage nach dem Einmarsch der mit den Nazis verbündeten Rumänen samt deutscher SS in Czernowitz.75


Der Feind aller Hoffnung ist die Gier.

Susan Vahabzadeh, Journalistin, Überschrift eines Artikels der Süddeutschen Zeitung über die 2023er Klimakatastrophen-Science-Fiction-Serie Extrapolations mit Meryl Streep.76


Der Überfluss beginnt, wenn Du etwas kaufst, weil andere es besitzen.

Josef Kirschner (1931-2016), österreichischer Journalist, Fernsehmoderator und Autor, in: Die Egoisten-Bibel. Anleitung fürs Leben. Herbig, 1999, S. 47.


Du wirst die Stunden zu Tode hetzen auf Deiner Parforcejagd durch das kurze Leben. Daß es kurz ist, wissen wir beide – aber Du jagst es, und ich möchte es hüten.

Helen Wolff (1906-1994), deutsch-US-amerikanische Verlegerin und Autorin, in ihrem 1932 niedergeschriebenen Roman Hintergrund für Liebe. Weidle, S. 30.


Alle Anstrengung, die immer noch mehr will und nie genug hat, ist nur ein Haschen nach Wind.

Anselm Grün (*1945), Benediktpater, bezugnehmend auf das Alte Testament Koh[helet] 4,6; 2008, Vom Zauber der Muße, Kreuz, S. 60.


Gewalt erzeugt Gegengewalt.

… Ein immer wieder übersehendes Grundprinzip des Daseins.


Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen ‚Mensch‘ tragen.

Friedensgebet der Vereinten Nationen, 1945 gegründet, Text 1942 verfasst von Stephen Vincent Benét (1898-1943), US-amerikanischer Schriftsteller, Auszug aus der Dichtung.77


Ein Kind ist kein Fass, dass gefüllt werden muss, sondern ein Feuer, das entfacht werden will.

François Rabelais (1494 od. 1483-1553), französischer Schriftsteller der Renaissance, Humanist, Mönch und praktizierender Arzt, zugeschrieben.


Eines habe ich jedenfalls gelernt – will man glücklich sein, muss es aus einem selbst kommen und nicht von einem anderen Menschen.

Astrid Lindgren (1907-2002), 1944, Tagebucheintrag, zit. in Andersen, Jens (2014): Astrid Lindgrenihr Leben, S. 197.


Was sollen die letzten Worte sein?
Danke! Danke.

May Ayim (1960-1996), Dichterin, Pädagogin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung, in ihrem Gedicht „Abschied“, in: Nachtgesang [Gedichtband], Orlanda Frauen Verlag, 1997.


Quellen zu Leitlinien4Future

1 zit. in Tabary, Zoe (2018): „Climate change is a ‚man-made problem with a feminist solution‘ says Robinson“. In: Reuters, 18.06.2018, online unter https://www.reuters.com/article/us-global-climatechange-women-idUSKBN1JE2IN (Abrufdatum 09.09.2022).

2 Ranseth, Joseph (2015): „Gandhi didn’t actually ever say ‚Be the change you want to see in the world’. Here’s the real quote…”. In: josephranseth.com, 27.08.2015, online unter https://josephranseth.com/gandhi-didnt-say-be-the-change-you-want-to-see-in-the-world/ (Abrufdatum 27.03.2022).

3 Kusatz, Janine (2019): „Verstrahlte Spermien“. In: Hamburger Abendblatt, 05.11.2019, S. 14.

4 Kohl, Rüdiger (2020): „Ich will sehen, was passiert, wenn ich nicht aufgebe“. In: hr2 Zuspruch, 16.03.2020, online unter https://www.kirche-im-hr.de/sendungen/16-ich-will-sehen-was-passiert-wenn-ich-nicht-aufgebe/
(Abrufdatum 27.07.2022).

5 Busoni, Ferruccio (1916): Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst, S. 31.

6 Oscar Wilde (1891): Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Aus dem Zuchthaus zu Reading. Aesthetisches Manifest.

Schnabel, Ulrich (2023): Soziale Beziehungen. Weil WIR zusammen stärker sind. E-Book zum gleichnamigen Video-Kurs der Zeit-Akademie, siehe https://zeitakademie.de (Abrufdatum 01.02.2024).

8 vgl. Wikipedia „Looking-glass self“ (Abrufdatum 11.06.2022), zit. nach Shetty, Jay (2020): Das Think Like A Monk-Prinzip, Rowohlt Polaris, S. 29.

9 vgl. Astrid Lindgren Company: „Häufig gestellte Fragen und Antworten“. In: astridlindgren.com, online unter https://www.astridlindgren.com/de/faq (Abrufdatum 02.09.2019).

10 lebensfreude: „Meine Seele hat es eilig“. In: lebensfreude.co.at, online unter http://www.lebensfreude.co.at/inspiration_pdf/Meine%20Seele%20hat%20es%20eilig.pdf (Abrufdatum 04.09.2024).

11 Lebenscafé: „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“. [Hauptseite] In: lebenscafe.de, online unter https://www.lebenscafe.de/ (Abrufdatum 17.04.2023).

12 vgl. Webpage „Jiddu Krishnamurti-Zitate“, online unter https://www.zitate7.de/autor/Jiddu+Krishnamurti/40.html (Abrufdatum 13.09.2024).

13 siehe dazu Deggerich, Markus (2002): „Wir sehen uns in Nangijala“. In: Der Spiegel, 29.01.2002, online unter: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/
abschiedsbrief-an-astrid-lindgren-wir-sehen-uns-in-nangijala-a-179595.html (Abrufdatum 22.12.2018) sowie Lindgren, Astrid und Schwardt, Sara (2012, dt. 2015): Deine Briefe lege ich unter die Matratze. Ein Briefwechsel 1971-2002, S. 37, vgl. Jens Andersen u. Jette Glargaard (2016): Astrid Lindgren, Louise Hartung: Ich habe auch gelebt. Briefe einer Freundschaft, S. 474.

14 siehe dazu Gedenktafeln in Berlin: „Lesender Arbeiter“. In: gedenktafeln-in-berlin.de, online unter https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/lesender-arbeiter/293 (Abrufdatum 25.09.2024).

15 Dietz, Georg (2018): „Ökonomie und Feminismus: Die Mutter aller Märkte“. In: Der Spiegel, 20.05.2018, online unter https://www.spiegel.de/kultur/
gesellschaft/adam-smith-aus-feministischer-perspektive-die-mutter-aller-maerkte-a-1208513.html (Abrufdatum 28.07.2022).

16 siehe Bundesnetzwerk Zivilcourage: „Infos zu Zivilcourage“, online unter https://bundesnetzwerk-zivilcourage.de/zivilcourage/ (Abrufdatum 24.09.2024).

17 vgl. Heinle, Johannes (o. J.): „Was soll ich tun?“. In: Philoclopedia.de, online unter https://www.philoclopedia.de/was-soll-ich-tun/ (Abrufdatum 27.09.2024).

18 Tenzin Gyatso zitiert nach zitate7: „Dalai Lama“. In: zitate7.de, online unter https://1000-zitate.de/13410/Der-Mensch-denn-er-opfert-seine.html (Abrufdatum 09.09.2022).

19 siehe dazu Sierra Club: „Quotations from John Muir“. In: sierraclub.org, online unter https://vault.sierraclub.org/john_muir_exhibit/writings/favorite_quotations.aspx (Abrufdatum 13.03.2023).

20 Konkret verfeuert die Menschheit derzeit jedes Jahr – Jahr für Jahr – so viel Erdöl, Kohle und Gas, wie „sich zur Zeit der Entstehung […] in rund einer Million Jahre gebildet ha[ben]“. In: Rahmstorf, Stefan u. Schellnhuber, Hans Joachim (2018): Der Klimawandel. Diagnose, Prognose, Therapie. Beck.

21 Der englischsprachige Originalwortlaut: „But perhaps the most striking and frightening aspect of the German flight from reality is the habit of treating facts as though they were mere opinions.“ – Quelle: „The Aftermath of Nazi Rule – Report from Germany“, siehe https://www.commentary.org/articles/hannah-arendt/the-aftermath-of-nazi-rulereport-from-germany/ (Abrufdatum 06.09.2024).

22 vgl. Lessenich, Stephan (2016): Neben uns die Sintflut. Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis. Hanser.

23 zit. nach Paff, Tino (2021): „Ziviler Ungehorsam und friedliche Sabotage“. In: klimareporter.de, 01.12.2021, online unter https://www.klimareporter.de/protest/ ziviler-ungehorsam-und-friedliche-sabotage (Abrufdatum 10.12.2021).

24 Geburts- und Todesjahr von Nelson Henderson sind der folgenden Quelle entnommen: Ancestry: „Individual Records Search“. In: ancestry.com, online unter https://www.ancestry.com/genealogy/records/nelson-henderson-24-2k7fsz (Abrufdatum 25.09.2024).

25 vgl. Reucher, Gaby (2021): „Falschen Zitaten auf der Spur“. [Erkenntnisse des Literaturwissenschaftlers und Zitatforschers Gerald Krieghofer]. In: Deutsche Welle, 23.03.2021, online unter https://www.dw.com/de/falschen-zitaten-auf-der-spur/a-56964418 (Abrufdatum 28.10.2024). [Anmerkung: Es existiert eine Variante des Satzes, die nicht mit „Wo“, sondern mit „Wenn“ beginnt.]

26 zit. in Urner, Maren (2018): „Was wir gewinnen, wenn mittelmäßige Männer den Mund halten“. In: Perspective Daily, 05.02.2018, https://perspective-daily.de/article/455/WACDv0QG (Abrufdatum 20.01.2020) [paywall].

27 siehe dazu Hof, Elisa von (2024): „Männer als Täter: Die Welt könnte so schön sein ohne euch“. In: Der Spiegel, 15.09.2024, online unter https://www.spiegel.de/kultur/rechtsextremismus-gewalt-femizide-die-welt-koennte-so-schoen-sein-ohne-euch-maenner-essay-a-af9ec71c-de46-432e-9e40-ae68f8efd35e (Abrufdatum 16.09.2024).

28 zit. in Solnit, Rebecca (2019): Wenn Männer mir die Welt erklären. Hoffmann u. Campe, S. 46.

29 zit. in Joeres, Annika (2020): „Das neue Selbstbewusstsein der Ökofeministinnen“. In: Die Zeit, 21.06.2020, online unter https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-06/oekofeminismus-frankreich-hierarchie-aufhebung-frau-mann-klimaschutz (Abrufdatum 29.06.2020).

30 Köhler, Horst (2016): Rede zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Berlin, 08.12.2016, online unter https://www.horstkoehler.de/wp-content/uploads/2016/12/Die-gro%C3%9Fe-Transformation-in-Zeiten-des-Unbehagens-Horst-K%C3%B6hler-2016-3.pdf (Abrufdatum 20.11.2019).

31 siehe Dembowski, J. (Hg.): „Mittheilungen über Goethe und seinen Freundeskreis aus bisher unveröffentlichten Quellen des Gräflich Egloffstein’schen Familien-Archivs zu Arklitten, S. 30, online unter http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Gespr%C3%A4che/%5BZu+den+Gespr%C3%A4chen%5D/1819 (Abrufdatum 09.05.2023).

32 vgl. Schmidt, Emma: „50 schöne Maya Angelou-Zitate, die die Liebe und das Leben feiern“. In: diesiegerin.de, online unter https://diesiegerin.de/50-schone-maya-angelou-zitate-die-die-liebe-und-das-leben-feiern/ (Abrufdatum 16.12.2022).

33 zit. in SZ (2020): „Stadt Hof sagt Konzert von Xavier Naidoo ab“. In: Süddeutsche Zeitung, 12.08.2020, online unter https://www.sueddeutsche.de/kultur/ xavier-naidoo-auftritt-hof-1.4998162 (Abrufdatum 12.08.2020).

34 Thunberg, Greta (2019): „Greta Thunberg’s speech at UN climate change conference“. In: youtube.com, 11.12.2019, online unter https://youtu.be/11FCyUB81rI?t=439 (Abrufdatum 24.09.2024).

35 Leitsätze zum Beschluss des Ersten Senats vom 24. März 2021, online unter https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html (Abrufdatum 24.09.2024).

36 Sinclair, Upton: I,Candidate for Governor: And How I Got Licked (1935); repr. University of California Press, 1994, p. 109., 1935 – vgl. https://en.wikiquote.org/wiki/Upton_Sinclair (Abrufdatum 03.06.2019).

37 Lassalle, Ferdinand (1863): Was nun? Zweiter Vortrag über Verfassungswesen. Meyer & Zeller, online unter http://books.google.de/books?id=0PegAAAAMAAJ&pg=PA35&dq=aussprechens (Abrufdatum 07.09.2024).

38 Thunberg, Greta (2019): „Greta Thunberg’s speech at UN climate change conference“. In: youtube.com, 11.12.2019, online unter https://youtu.be/11FCyUB81rI?t=287 (Abrufdatum 24.09.2024).

39 siehe Bundesnetzwerk Zivilcourage: „Infos zu Zivilcourage“, online unter https://bundesnetzwerk-zivilcourage.de/zivilcourage/ (Abrufdatum 24.09.2024).

40 Engelmann, Julia (2014): „One Day“. In: Eines Tages, Baby. Goldmann, S. 28 oder per Youtube, beide Versionen haben ihren eigenen Charme: www.youtube.com/watch?v=ti_iSp9zYHY (Abrufdatum 17.12.2018) und www.youtube.com/watch?v=DoxqZWvt7g8 (Abrufdatum 17.12.2018).

41 Hinsliff, Gaby (2017): „‚Check your privilege’ used to annoy me. Now I get it“. In: theguardian.com, 27.12.2017, online unter https://www.theguardian.com/ commentisfree/2017/dec/27/check-your-privilege-racism-sexism-education-income (Abrufdatum 17.04.2022).

42 Christian Schwägerl zit. in Hirschhausen, Eckart von (2021): Mensch, Erde! Wir könnten es so schön haben. dtv, S. 59.

43 Kaffka, Lenne (2020): „Warum wir den Klimawandel verstehen, aber trotzdem nicht nachhaltig leben.“ In: Smarter leben – Der Ideen-Podcast, 06.06.2020, online unter https://www.spiegel.de/psychologie/klimawandel-was-passieren-muss-damit-wir-umweltfreundlicher-leben-a-b2e9f4a3-23ae-4715-9a5c-bf1d424cbffa (Abrufdatum 22.06.2020).

44 Mirko Heinemann im Artikel zum Podcast „Pandemie, Klima, Umwelt: Die Grenzen der persönlichen Freiheit“. In: Deutschlandfunk Kultur, online unter https://www.deutschlandfunkkultur.de/pandemie-klima-umwelt-die-grenzen-der-persoenlichen-freiheit-100.html (Abrufdatum 01.02.2024).

45 siehe dazu Gellner, Christoph (2023): „John von Düffels Stundenbuch ‚Das Wenige und das Wesentliche‘: Die Suche nach dem Genug“. In: Herder Korrespondenz, Juni 2023, online unter https://www.herder.de/hk/hefte/archiv/2023/6-2023/die-suche-nach-dem-genug-john-von-dueffels-stundenbuch-das-wenige-und-das-wesentliche/ (Abrufdatum 09.05.2024).

46 zit. nach Kleinbaum, N. H. (1990): Der Club der toten Dichter. Bastei Lübbe,
S. 29-30.

47 siehe „Kolomann Wallisch Kantate“. In: Bertolt Brecht Gedichte 4, Aufbau-Verlag, 1993.

48 Diepenbruck, Katja (2024): „Psychotherapie: ‚Seien Sie glücklich, und enttäuschen Sie Ihre Eltern‘“. In: Die Zeit, 12.07.2024, online unter https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2024-07/psychotherapie-psychologie-mentale-gesundheit-inspiration (Abrufdatum 07.08.2024) [paywall].

49 Bertrand Russel in Face to Face Interview (BBC, 1959), online unter https://www.youtube.com/watch?v=wxpaC7pi5Ko (Abrufdatum 25.09.2024), deutsch zit. in Bregman, Rutger (2020): Im Grunde gut. Rowohlt, S. 282.

50 Irmtraud Tarr im Interview mit der SZ in: Reich, Stephan (2021): „Wie man es schafft, endlich loszulassen“. In: Süddeutsche Zeitung, 01.03.2021, online unter https://sz-magazin.sueddeutsche.de/wissen/loslassen-psychologie-89757
(Abrufdatum 19.11.2021).

51 siehe Mariss, Jochen (2012): „Neue Horizonte“. [Postkarte]. In: Facebook.com, 08.08.2012, online unter https://de-de.facebook.com/grafikwerkstatt/photos/neue-horizonteje-stiller-wir-sind-umso-mehr-h%C3%B6ren-wir-je-langsamer-wir-leben-ums/10150991949827747/ (Abrufdatum 09.05.2023).

52 Robert F. Kennedy, Mitschnitt der Rede „University of Kansas Address“, 18.03.1968, hier im größeren Kontext, endet mit dem zitierten Satz: https://youtu.be/z7-G3PC_868?t=967 (Abrufdatum 07.09.2024). – Vollständige Rede online unter https://www.jfklibrary.org/learn/about-jfk/the-kennedy-family/robert-f-kennedy/robert-f-kennedy-speeches/remarks-at-the-university-of-kansas-march-18-1968 (Abrufdatum 09.09.2024).

53 siehe dazu Beisenherz, Micky (2023): „‚Wetten, dass..?‘: Und jetzt, Deutschland?“. In: Süddeutsche Zeitung, 26.11.2023, online unter https://www.sueddeutsche.de/medien/wetten-dass-zdf-tv-kritik-micky-beisenherz-1.6309324 (Abrufdatum 22.01.2024).

54 Neff, Kristin (2012): Selbstmitgefühl. Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden. Kailash, S. 131f.

55 zit. nach Gräff, Friederike (2018): „Wir waren supernaiv“. In: tageszeitung, 17.12.2018, S. 23.

56 vgl. Jackson, Tim u. Victor, Peter (2019): „Unraveling the claims for (and against) green growth”. In: harvard.edu, 11/2019, online unter https://ui.adsabs.harvard.edu/abs/2019Sci…366..950J/abstract (Abrufdatum 24.09.2024).

57 Rangel, André u. Negrão, Marcos (2010): Der zerbrochene Mond. Doku-Film.

58 zit. in Schiesser, Walter (2010): „Wer Strassen sät, erntet Verkehr“. In:
Neue Zürcher Zeitung, 28.06.2010, online unter https://www.nzz.ch/wer_strassen_saet_erntet_verkehr-1.6281269 (Abrufdatum 29.07.2020).

59 Hundertwasser Archiv: „Friedensvertrag mit der Natur“. In: Die Hundertwasser Online Enzyklopädie, online unter http://www.hundertwasserfoundation.org/2011/03/22/statuten-oekologie/ (Abrufdatum 15.12.2019).

60 siehe Rückert, Sabine (2024): „Alte Männer in der Politik: Bis einer den Globus anzündet“. In: Die Zeit, 20.09.2024, online unter https://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2024-09/alte-maenner-politik-joe-biden-us-wahl-abschiednehmen-power-of-goodbye (Abrufdatum 23.09.2024).

61 Rether, Hagen (2018): „3sat Festival – Hagen Rether Liebe Update 2018. Wir wundern uns /Ausschnitt 03.10.2018“. In: Youtube.de, online unter https://www.youtube.com/watch?v=7GcYDBaIQn8 (Abrufdatum 28.10.2024).

62 Alt, Franz (2023): „Entsteht die neue Friedensbewegung?“. In: Sonnenseite.com, 04.03.2023, online unter https://www.sonnenseite.com/de/franz-alt/kommentare-interviews/entsteht-die-neue-friedensbewegung/ (Abrufdatum 24.09.2024).

63 Bethge, Philip (2019): „Naturzerstörung: Darum ist das Artensterben bedrohlicher als der Klimawandel“. In: Der Spiegel, 06.05.2019, online unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/darum-ist-das-artensterben-bedrohlicher-als-der-klimawandel-a-00000000-0002-0001-0000-000163724182 (Abrufdatum 15.03.2023).

64 vgl. Handbuch Klimakrise: „Der ‚globale Impact‘ eines Smartphones“, online unter impact.handbuch-klimakrise.de.

65 Bachmann, Ingeborg (1959): „Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar.“ Dankesrede für die Verleihung des Hörspielpreises der Kriegsblinden, 1959, in: Werke Band 4, Piper 1978, S. 277. In: Werke Band 4, Piper 1978, S. 277.

66 Carl Achleitner im Interview mit Marc Baumann (2021): „Je wichtiger Geld war, desto weniger Platz hatten die eigentlich wichtigen Dinge“. In: Süddeutsche Zeitung, 08.02.2021, online unter https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/rezept-gutes-leben-89801?ieditorial=3 (Abrufdatum 09.02.2021).

67 Carl Achleitner im Interview mit Marc Baumann (2021): „Je wichtiger Geld war, desto weniger Platz hatten die eigentlich wichtigen Dinge“. In: Süddeutsche Zeitung, 08.02.2021, online unter https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/rezept-gutes-leben-89801?ieditorial=3 (Abrufdatum 09.02.2021).

68 Meadows, Donella (1972): „Speak the truth“. In: The Donella Meadows Project. Academy for Systems Change, auf dieser Website veröffentlicht am 12.01.2012, online unter http://donellameadows.org/speak-the-truth/ (Abrufdatum 16.10.2019).

69 Münkler, Herfried (2018): „Demokratie gibt es nur ganz – oder gar nicht“. In: Die Zeit, 27.12.2018, S. 10.

70 Kahlweit, Cathrin (2023): „Gegen die Selbstvergessenheit“. in: Süddeutsche Zeitung, 01.11.2023, online unter https://www.sueddeutsche.de/kultur/philipp-blom-aufklaerung-rezension-1.6292292 (Abrufdatum 01.02.2024).

71 Haidt, Jonathan (2024): „Wir überbehüten unsere Kinder in der realen Welt. Im Internet lassen wir sie allein.“ [Jonathan Haidt im Interview mit Sebastian Herrmann und Barbara Vorsamer]. In: Süddeutsche Zeitung, 14.06.2024, online unter https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/gesundheit/jugendliche-social-media-depression-jonathan-haidt-e189295/?reduced=true (Abrufdatum 05.09.2024) [paywall].

72 Gemäß der Krishnamurti Foundation handelt es sich nicht um ein Zitat, sondern um eine Paraphrase des folgenden Gedankengangs aus den frühen 1950er Jahren:

„Is society healthy, that an individual should return to it? Has not society itself helped to make the individual unhealthy? Of course, the unhealthy must be made healthy, that goes without saying; but why should the individual adjust himself to an unhealthy society? If he is healthy, he will not be a part of it. Without first questioning the health of society, what is the good of helping misfits to conform to society?“, siehe https://kfoundation.org/it-is-no-measure-of-health-to-be-well-adjusted-to-a-profoundly-sick-society/ (Abrufdatum 01.02.2024).

73 siehe Abstract zu Fridell, Egon (2012): Kulturgeschichte der Neuzeit Die Krisis der europäischen Seele von der Schwarzen Pest bis zum Ersten Weltkrieg. In: getabstract.com, online unter https://www.getabstract.com/de/zusammenfassung/kulturgeschichte-der-neuzeit/25815 (Abrufdatum 24.09.2024).

74 zit. in Möbius, Gert (2017): Halt Dich an deiner Liebe fest: Rio Reiser. atb, S. 241.

75 zitiert nach Tauschwitz, Marion (2014): Selma Merbaum – Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben. Biografie und Gedichte. Zuklampen, S. 259.

76 Vahabzadeh, Susan (2023): „‚Extrapolations‘ bei Apple TV+: Der Feind aller Hoffnung ist die Gier“. In: Süddeutsche Zeitung, 28.03.2023, online unter : https://www.sueddeutsche.de/medien/klimawandel-extrapolations-meryl-streep-edward-norton-apple-tv-serie-1.5776326 (Abrufdatum 28.03.2023).

77 Benét, Stephen Vincent (1942): Gebet der Vereinten Nationen, online unter https://de.wikipedia.org/wiki/Gebet_der_Vereinten_Nationen (Abruf­datum 12.03.2020).


[pdf]

„The Blue Marble“ is a famous photograph of the Earth taken on December 7, 1972 by the crew of the Apollo 17 spacecraft en route to the Moon at a distance of about 29,000 kilometers (18,000 statute miles). It shows Africa, Antarctica, and the Arabian Peninsula. – gemeinfrei.